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Wurde Jesus am Kreuz von Gott verlassen?

"Aber von der sechsten Stunde an kam eine Finsternis über das ganze Land bis zur neunten Stunde.
Und um die neunte Stunde rief Jesus mit lauter Stimme: Eli, Eli, lama sabachthani! das heißt:
Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?" (Matthäus 27,45-46)
 
Aus dieser Stelle geht klar hervor, dass der Sohn Gottes sich in jener finsteren Stunde allein gelassen fühlte. Seine Worte, die er mitten im Leid sprach, waren aber nicht einfach wahllose Äußerungen. Der Herr zitierte aus Psalm 22:
 
"Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen,
bist fern von meiner Rettung, den Worten meines Gestöhns?"
(Psalm 22,1)

Lesen wir im gleichen Psalm weiter, dann sehen wir zum Einen, dass diese prophetischen Worte auf Jesus hindeuten. Zum Anderen betonen sie, dass der leidende Gottesknecht fest mit der Gegenwart seines Vaters rechnete:

"Sie teilen meine Kleider unter sich, und über mein Gewand werfen sie das Los.
Du aber, HERR, sei nicht fern! Meine Stärke, eile mir zur Hilfe!" (Psalm 22,18-19)

"Ihr, die ihr den HERRN fürchtet, lobet ihn; aller Same Jakobs, verherrlichet ihn, und scheuet euch vor ihm,
aller Same Israels! Denn nicht verachtet hat er, noch verabscheut das Elend des Elenden,
noch sein Angesicht vor ihm verborgen; und als er zu ihm schrie, hörte er." (Psalm 22,23-24)

Jesus hatte klar und deutlich angekündigt, dass Gott ihn in der Todesstunde nicht allein lassen würde:

"Da sprach Jesus zu ihnen: Wenn ihr den Sohn des Menschen erhöht haben werdet,
dann werdet ihr erkennen, daß ich es bin, und dass ich nichts von mir selbst tue,
sondern wie der Vater mich gelehrt hat, das rede ich.
Und der mich gesandt hat, ist mit mir; er hat mich nicht allein gelassen,
weil ich allezeit das ihm Wohlgefällige tue." (Johannes 8,28-29)
 
"Jesus antwortete ihnen: Glaubet ihr jetzt?
Siehe, es kommt die Stunde und ist gekommen, dass ihr zerstreut sein werdet,
ein jeder in das Seinige, und mich allein lassen werdet;
und ich bin nicht allein, denn der Vater ist bei mir."
(Johannes 16,31-32)

Ja es stimmt, Gott griff nicht unmittelbar in das Geschehen ein. Aber er war nicht abwesend. Ja, da war Finsternis, doch Gott wachte über seinem Sohn. Jesus fühlte sich verlassen, aber er war nicht allein. Alles lief nach Gottes Plan. Jesus ertrug die Strafe für die Sünden der Menschheit, in Form von Leiden, Schmerz und Tod. Gleichzeitig war er das schuldlose Opferlamm (1. Petrus 1,19). Zu keinem Zeitpunkt galt Jesus vor Gott als "schuldig", er tat allezeit, was Gott gefiel. Daher blieb der Vater stets an seiner Seite.

Anders ist es mit uns. Weil jeder Mensch in seinem Leben falsche Entscheidungen trifft, entsteht eine Trennung zwischen Gott und Mensch (Jesaja 59,1-2). Dieser Schuldzustand ist nicht vererbbar, noch können wir die Schuld auf jemanden abschieben (1. Mose 3,12-13; Hesekiel, Kap. 18). Weil aber der leidende Gottesknecht die Strafe für unsere Schuld erduldet hat, kann Gott uns unsere Schuld ein für allemal vergeben (Jesaja, Kap. 53). Weil Jesus vom Tod auferstanden ist, können auch wir in einem neuen Leben wandeln (Römer 1,4;  6,3-6).

Menschen, die in einer bereinigten Beziehung mit Gott leben, wissen Gott selbst in den dunkelsten Lebensmomenten an ihrer Seite. Sie bleiben nicht unbedingt verschont vom Leid, aber sie wissen, dass der Herr zu ihnen hält. Der leidgeprüfte Apostel Paulus bezeugt dies:

 Wer wird uns scheiden von der Liebe Christi? Drangsal oder Angst
oder Verfolgung oder Hungersnot oder Blöße oder Gefahr oder Schwert?
Wie geschrieben steht: "Um deinetwillen werden wir getötet den ganzen Tag;
wie Schlachtschafe sind wir gerechnet worden".
Aber in diesem allen sind wir mehr als Überwinder durch den, der uns geliebt hat.
Denn ich bin überzeugt, daß weder Tod noch Leben, weder Engel
noch Fürstentümer, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, noch Gewalten,
weder Höhe noch Tiefe, noch irgend ein anderes Geschöpf uns zu scheiden vermögen
wird von der Liebe Gottes, die in Christo Jesu ist, unserem Herrn.

(Römer 8,35-39)